Gestalttherapie

Mit sich selbst in Kontakt kommen, sich selbst anzunehmen und wertzuschätzen -   dies ist ein grundlegendes Anliegen in der Gestalttherapie. Nicht indem der Mensch sich zwingen will zur Veränderung, sondern indem er sich annimmt, wertschätzt, seine Ressourcen und seine kreativen Fähigkeiten entdeckt, kann er sich wandeln.  In der Gestalttherapie wird dies das „Paradoxon der Veränderung“ genannt.

 

Der Begriff „Gestalt“ stammt aus der Gestaltpsychologie, in der festgestellt wurde, dass der Mensch das Bedürfnis hat, nicht geschlossene Gestalten zu schließen. Übertragen auf das Leben und seine verschiedensten Situationen bedeutet dies, dass der Mensch das Bedürfnis hat, Situationen, die für ihn nicht abgeschlossen sind,  abzuschließen. Erst dann wird die volle Energie  frei für das aktuelle Leben und für Neues.

 

Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist, nicht,

wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist.

(Arnold Beisser - Gestalttherapeut)

 

Dabei bezieht sich Gestalt vorrangig auf das momentane  Leben, auf das Hier und Jetzt.  Gegebenenfalls werden frühere Lebenserfahrungen mit einbezogen - wenn sie noch in das gegenwärtige Leben hineinwirken und die Klientin/der Klient sie mit einbeziehen möchte.

 

Gestaltherapie geht von einem lebenslangen Wachsen aus, sowie davon, dass jeder Mensch in sich die Fähigkeit und den Wunsch nach geistig-seelischem Gesund-Sein und Entwickeln seiner Persönlichkeit hat.  Auch, dass jeder in sich die Fähigkeit hat, mit seinen oft verschütteten kreativen Fähigkeiten sein Leben aktiv und befriedigend zu gestalten.

 

Werden kennt kein Ende

Der Strom fließt weiter

Jeder Augenblick ist neu

Der Schmerz des Wachsens:

Der Mühen wert.

(Bruno-Paul de Roeck)

 

Der Blickwinkel geht vorrangig auf Ressourcen, Fähigkeiten und Lösungen. Das, was heute ein Problem ist, waren früher in der persönlichen Lebensgeschichte kreative Problemlösungen, die aber heute vielleicht nicht mehr hilfreich sind, nicht mehr passen. Die schon früher eingesetzte Fähigkeit zur Kreativität kann wieder aktiviert werden: Diesmal, um eine andere, neue Lösung zu finden mit Unterstützung des Therapeuten.

 

Entscheidend für die Wirkung der Gestalttherpie ist die dialogische Haltung – die Therapeutin tritt nicht als überlegene Expertin gegenüber, sondern als persönlich erkennbarer, wertschätzender Mensch. Martin Buber spricht hier von der Ich- Du- Haltung.

 

Auf dem Hintergrund der grundlegenden Haltung können die „Techniken“ von GestaltherapeutInnen sehr vielfältig sein. Die

• Arbeit mit Bildern und Symbolen

• Wahrnehmung über den Körper

• Humor und Lachen in bestimmten Situationen als befreiendes Element

liebe ich besonders.

 

Die Gestalttherapie ist mir neben der Beratungsarbeit  und Seminartätigkeit  eine  sehr wertvolle Lebenseinstellung und Lebensphilosophie. Ihr liegt eine sehr wertschätzende Haltung dem Leben und dem einzelnen Menschen zugrunde. Sie geht von einer ganzheitlichen Sicht des Menschen aus – dies bedeutet, dass alle Bereiche menschlicher Erfahrung – körperliche, emotionale, zwischenmenschliche, intellektuelle – mit einbezogen werden.

 

Und: Sie bietet aus meiner Sicht einen lebendigen und kreativen Weg, persönliches Wachsen zu fördern und die eigene Lebenskunst zu entdecken und leben zu lernen.

 

Weitere Informationen unter:

www.gestaltpsychotherapie.de

www.gestalttherapie.de

 

 

Ulla Jörg

Dipl.-Sozialpädagogin

Gestalttherapeutin

 

Beethovenstraße 24-26

67655 Kaiserslautern

 

Tel: (0 63 71) 46 28 81

E-Mail: ulla-joerg@t-online.de